Travelguide : Riga

Travel

Im Juli 2016 habe ich mir mit meiner besten Freundin einen großen Traum erfüllt: Nach dem Abitur haben wir eine richtig große Reise unternommen. Vier volle Wochen ging es durch Ost – bis hoch nach Nordeuropa. Unsere Reiseroute : Warschau-Riga-Tallinn-St.Petersburg-Helsinki. Direkt im Anschluss daran habe ich mein Jahr in Frankreich verbracht und durch die ganzen neuen Erfahrungen und Erlebnisse habe ich mir bis jetzt nicht die Zeit genommen, diese wundervolle Reise wirklich zu rekapitulieren. Deshalb kommen die zugehörigen Blogposts erst jetzt, über ein Jahr später, online. In nächster Zeit werde ich also immer mal wieder einen Travelguide zu den Städten, in chronologischer Reihenfolge, einfließen lassen.

Den Anfang machte Warschau, wo wir fünf Tage verbracht haben. Den Artikel findet ihr hier

Weiter ging es nach Riga. Auch hier haben wir fünf wunderschöne Tage verbracht.

Riga ist die Hauptstadt Lettlands und Heimat von 702.000 Einwohnern. Bezahlen könnt ihr in der alten berühmten Hansestadt mit Euros. Achtung, Uhren verstellen! Riga ist uns eine Stunde vorau in der Zeit. Und jetzt geht es los:

Übernachten

Auch in Riga kann man, wie in Warschau, sehr günstig und schön wohnen. Wir haben uns im „Central Hostel“ einquartiert. Nicht so luxuriös wie das Hostel in Warschau, aber das hatte ja auch Hotelqualität. Trotzdem richtig hübsch und (mit eigenen Bettlaken, da bin ich eigen) auch echt sauber. Leider ein bisschen stickig, weil wir im zweiten Stock untergebracht waren, aber wir haben hier echt tolle Menschen kennengelernt und hatten eine gute Zeit. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsraum. Duschen sind auf dem Gang. Ein klassisches Hostel eben. 

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Sehenswürdigkeiten

Die beste Aussicht  … hat man definitiv vom Wissenschaftsturm. Der sieht tatsächlich fast identisch aus zum Wissenschaftsturm in Warschau. Und wie in Warschau hat man auch in Riga von diesem Gebäude aus einen fantastischen Blick auf die Stadt. Wie man auf den Fotos sieht hatten wir einen ziemlich starken Wind, aber  wenn man sich eine Windjacke mitnimmt, ist das gut auszuhalten.

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Das beste Museum … war in meinen Augen die Gedenkstätte von Zanis Lipkes auf der Insel Kipsala. Ein sehr kleines Museum und gar nicht leicht zu finden, aber absolut ein Ort, den man gesehen haben muss. Zanis Lipkes war ein Mann, der mit seiner Frau gemeinsam in seinem Garten einen Bunker errichtet hat. Dann begannen sie gemeinschaftlich, Juden vor  oder aus dem KZ zu retten und sie in diesem Bunker zu verstecken. Wir hören immer wieder von Menschen, die ihr Leben in der Zeit von 33-45 riskierten, um andere zu retten. Aber so ein persönliches, authentisches Museum zu besuchen (authentisch auch deshalb, da es im ehemaligen Bunkerstil, unterirdisch,  eingerichtet ist), und Zeugenberichte der Betroffenen (Zanis Frau) auf Video hören und sehen zu dürfen, ist einfach nochmal ein ganz besonderes Moment, das auch die Tragik und Grausamkeit dieser Zeit und die Dankbarkeit für Menschen wie Zanis und seiner Frau noch einmal ganz neu entfacht.

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Ein weiteres, sehr gutes Museum ist das frühere Ghetto Rigas, zu dem beispielsweise ein großer, fast leer scheinender Raum gehört, der durch kastenförmige, von der Decke hängende Lampen gefüllt wird. Diese Würfellampen verströmen ein warmes, gelbliches, fast schon gemütliches Licht und erst, wenn man näher herantritt, entdecken wir die Bilder, Tagebuchauszüge, Brieffotografien, Lebensläufe. Leben. Vergangene, abrupt beendete Leben jüdischer Menschen, brutal ermordet vom Nationalsozialismus. Kaum jemals hat mich Stille so bewegt. Stille. Stumme, warmes Licht verströmende Verurteilung für die schrecklichen Verbrechen, die ihnen angetan wurden.

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Kirchen … Drei sehr schöne, sehenswerte Kirchen sind auf jeden Fall die Christi-Gedenk-Kirche, eine klassische russisch-orthodoxe Kirche; die evangelische Johanniskirche und die Petrikirche, die für eine katholische Kirche schön schlich gehalten aus Backstein gebaut ist und die der Marienkirche in Rostock optisch sehr ähnelt, welche hier mit ihrem Altarraum als Inspiration diente.

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Außerdem gesehen haben muss man 
die 
Judendstilbauten in der Alberts iela in der Altstadt;

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die 3 Brüder, drei nebeneinandergebaute Häuser (es gibt auch noch die 3 Schwestern);

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die 4 Markthallen;

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die Freiheitsstatue Lettlands (sie hält drei Sterne hoch und steht für Freiheit und Unabhängigkeit. Als eines der wichtigsten Zeichen Rigas, sie kam uns allerdings sehr sozialistisch anmutend vor…);

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den Fernsehturm, einfach weil es hierzu eine witzige Geschichte gibt. Der Fernsehturm wurde nämlich extra 50cm höher gebaut, als der in Berlin, damit er sich mit dem Titel „höchster Fernsehturm Europas“ schmücken konnte. Das Witzige daran: Der Fernsehturm Berlins wurde als Reaktion darauf nochmal mit einer 1m-Extension ausgestattet und ist seitdem wieder der höchste Europas 🙂 ;

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die Bremer Stadtmusikanten, eine Statue, die mich sehr beeindruckt hat. Bremer Stadtmusikanten deshalb, weil Bischof Albert, der Gründer der Stadt Riga ursprünglich aus Bremen kam. Die Stadtmusikanten der Statue blicken durch ein zerbrochenes Fenster, metaphorisch aus dem zerbrochenen Fenster des Kommunismus, hin zur westlichen Zukunft. Die Tiere haben übrigens goldene Nasen, weil die Touristen an Ihnen reiben. Die Idee: Je nachdem wie hoch man kommt, desto mehr Glück gibt es. Esel: 25% Glück, Hund: 50% Glück, etc. Ich bin bis zur Katze hochgesprungen. 75% Glück. Ich bin ja zum Glück kein bisschen kindlich oder so… 😉 

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Das etwas besondere 2-do 
Natürlich haben wir wieder eine Freetour gemacht und uns ca. zweieinhalb Stunden von einem jungen Tourguides die Stadt zeigen lassen. Das ist einfach in jeder Stadt, die ihr besucht und wo so etwas angeboten wird, eine absolute Empfehlung!!
Außerdem haben wir die Stadt Riga gleich am ersten Tag, eigentlich durch einen Zufall, noch einmal auf einen ganz anderen Weg kennengelernt. Wir wollten eigentlich das Schwarzhäupterhaus anschauen, aber da war/ist die Präsidentenkanzlei drin, was wir nicht wussten und weshalb wir da nicht reinkonnten. Wir haben aber direkt nebenan einen kleinen Laden entdeckt, der einen angeschlossenen Kinosaal besaß. Dort haben wir einen ca. 10-minütigen 5D-Kino-Helikopter-Rundflug über Riga miterlebt. Total außergewöhnlich und wirklich eine ganz coole Möglichkeit, die Stadt erstmals kennenzulernen.

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Die schönste Geschichte … hat uns eine junge Verkäuferin in einem Souvenirladen erzählt. Wir haben überall in Riga Katzensouvenirs gesehen. Katzenmagnete, Katzentassen und auf einem Haus stand eine schwarze Katzenskulptur und blickte auf die Stadt herab. Also haben wir auf gut Glück mal nachgefragt, was es damit auf sich hat. Die Verkäuferin erzählte uns: „Es gab mal einen Mann,  einen lettischen Kaufmann, dem der Zutritt zur Gilde verwehrt wurde. Deshalb brachte er aus Trotz an seinem Haus schwarze Katzen an, mit dem Po in Richtung der Gildehäuser. Er wurde dann der Legende nach unter der Bedingung in die Gilde aufgenommen, dass er die Katzen umdrehte, sodass sie den Gildehäusern jetzt das Gesicht zuwandten. It´s a Story of never giving up!“ So eine schöne und insprierende Geschichte, wie wir fanden. Und prompt landeten zwei Magneten mit Katzenmotiv in unseren Taschen 🙂

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Ganz entspannt … haben wir Tee getrunken. Im Aspara Tea House. Ist wohl eine Kette, aber deswegen nicht weniger gemütlich. Mitten in einem Park haben wir hier tatsächlich fast jeden Nachmittag gesessen (es hat auch einfach in Riga so gut wie jeden Nachmittag geregnet, da bot sich das an) und in der verglasten Oberetage auf Kissen kuscheln Tee getrunken, Reisetagebuch geschrieben und schokolierte Pflaumen genascht.

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Essen

Das Aspara Tea House habe ich ja jetzt schon angesprochen.
Außerdem empfehlenswert ist das „Pankukas“, ein Pfannkuchenladen. Wir haben dort einmal gefrühstückt. Für knapp 4,50€ pro Person inklusive Pfannkuchen, Kaffee und Orangensaft. Sehr lecker und ein echt gemütlicher Laden.

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Was typisch lettische Lebensmittel angeht, so sollte man auf jeden Fall Laima Schokolade probieren, die hier hergestellte und berühmte Schokolade Lettlands.
Und (wenn du schon volljährig bist) Balzam, typisch lettischen Alkohol, eine Art Likör. Mein Ding wars nicht, aber ein netter Kontakt aus dem Hostel meinte, den müssten wir unbedingt probieren, wenn wir schon mal in Lettland sind. 

Weitere Eindrücke

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Schreibt gern auch eure Tipps und Must-dos in Riga in die Kommentare.

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Travelguide : Warschau

Travel

Im Juli 2016 habe ich mir mit meiner besten Freundin einen großen Traum erfüllt: Nach dem Abitur haben wir eine richtig große Reise unternommen. Vier volle Wochen ging es durch Ost – bis hoch nach Nordeuropa. Unsere Reiseroute : Warschau-Riga-Tallinn-St.Petersburg-Helsinki. Direkt im Anschluss daran habe ich mein Jahr in Frankreich verbracht und durch die ganzen neuen Erfahrungen und Erlebnisse habe ich mir bis jetzt nicht die Zeit genommen, diese wundervolle Reise wirklich zu rekapitulieren. Deshalb kommen die zugehörigen Blogposts erst jetzt, über ein Jahr später, online. In nächster Zeit werde ich also immer mal wieder einen Travelguide zu den Städten, in chronologischer Reihenfolge, einfließen lassen.

Den Anfang macht Warschau, wo wir fünf Tage verbracht haben.

Warschau ist die Hauptstadt Polens und Heimat von 1,7 Mio. Einwohnern. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass ihr vor Ort mit Zlotys bezahlen müsst, der polnischen Währung.

Übernachten

Es gibt in Warschau viele schöne Hostels zu kleinen Preisen. Unsere Wahl viel auf das „Hostel Lwowska 11“, in der gleichnamigen Straße. Nah am Stadtzentrum bekommt ihr für 11-12 Euro pro Nacht ein Bett in einem Vierbettzimmer. Und es ist, ohne Übertreibung, das mit Abstand beste Hostel, in dem ich je übernachtet habe! Unglaublich gepflegte Duschen und Toiletten, sehr helle Räumlichkeiten, Mikrowelle und Herdplatten, ein Kühlschrank… und sogar einen Fernseher gab es. Man fühlt sich dort tatsächlich eher wie in einem Hotel, als in einem Hostel, abgesehen von der Tatsache natürlich, dass man mit fremden Menschen in einem Raum schläft. Vom Equipment haben wir zwar nicht besonders viel genutzt (gegessen haben wir entweder in Parks oder in Restaurants/Bars/etc.), aber luxuriös ist das natürlich trotzdem. Und die Angestellten waren auch sehr nett und haben uns direkt beim Einchecken schon Tipps zu Sehenswürdigkeiten gegeben und uns Kaffee angeboten.

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Sehenswürdigkeiten

Die beste Aussicht … hatten wir vom „Kultur- & Wissenschaftspalast“ im 30. (!) Stock. Meine Freundin hat es beim ersten Anblick ziemlich treffend als „Empire State Building Europas“ bezeichnet. Tatsächlich sind wir in den nachfolgenden Städten auch meist auf den Kultur- & Wissenschaftspalast vor Ort gestiegen; von dort hat man in der Regel einen kostengünstigen und sehr schönen Blick auf die Stadt.

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Das beste Museum … in Warschau war auf jeden Fall das Museum des Warschauer Aufstandes. Es ist inhaltlich sehr unstrukturiert aufgebaut, sodass man sich beim Durchgang selbst Schwerpunkte setzen muss. Trotzdem lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall! Kleiner Tipp: Die teilweise sehr langen Audiokapitel lieber sehr selektiert hören, sonst geht euch gegen Ende eures Durchgangs die Luft aus. Durch alle Etagen des Museums zieht sich eine große Stahlmauer, in der viele kleine Löcher sind, an die ihr euer Ohr legen könnt. Dann kann man Reden, Musik, Flieger und Radiobeiträge aus der Zeit des Aufstands hören. Alles Originalaufnahmen und sehr interessant. Außerdem steht das Museum auf dem Gebiet, auf dem früher das Getto errichtet war. Die Trennlinie verläuft über den Boden des Museums.

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Geschichte … Sehr beeindruckt waren wir von den Denkmälern der Ghettohelden und Willy Brandts, das in der Nähe steht, zum Gedenken an seinen Kniefall vor dem Denkmal der Ghettohelden. Eine Frau, die durch dieses Denkmal auch bedacht wurde, hat ca. 5000 Kindern während der NS-Zeit das Leben gerettet, indem sie sie unter falschen Namen in katholische Internate, katholische Schulen, etc. einschleuste. Die Frau wurde gefasst, gefoltert und lange Zeit ins Gefängnis gesperrt, verriet aber trotzdem nie auch nur eine der neuen Identitäten der geretteten Kinder. Als sie später einmal deswegen interviewt wurde, sagte sie: „Die Rettung jedes einzelnen dieser Kinder ist ein Stück der Berechtigung meines Daseins auf dieser Erde, aber nicht das für meine Ehrung.“ Unglaublich bewundernswert!

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Außerdem gesehen haben muss man … auf jeden Fall den Platz vor dem Schloss und den dort beginnenden Podwale, die alte Mauer um den Stadtkern. Auf dem Schlossplatz steht die 20 Meter hohe Sigimundsäule und es spielen Straßenmusikanten und Kinder und junge Pärchen treffen sich hier. Im Schloss ist ein Museum eingerichtet, wir haben es leider nicht hineingeschafft, aber es soll sehr sehenswert sein. Auf dem Podwale findet ihr außerdem das Denkmal des kleinen Aufständischen, im Gedenken an alle Kindersoldaten.

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Ganz entspannt … zurücklehnen kann man sich zum Bespiel in einem der vielen schönen Parkt und Gärten Warschaus. Der sächsische Garten wurde damals für August den Starken angelegt und mutet sehr elegant und strukturiert an, mit Springbrunnen, Blumenbeeten und schmalen Wegen zum wandeln. Außerdem im Park findet sich das Grabmahl des unbekannten Soldaten und eine der vielen Musikbänke Warschaus, die bei Knopfdruck eine Minute Chopinmusik verlauten lassen. Im Lazienki Park kann man sich eine halbe Ewigkeit aufhalten. Wer einen schattigen Platz zum Ausruhen an einem heißen Sommernachmittag braucht, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben. Im Park gibt es ein Amphitheater samt Pfauen, eine wunderschöne verwunschene Brücke und eine Chopinstatue auf einem Podest, umgeben von einem wunderschönen Blumenmeer. Hier werden jeden Sonntag kostenlose Klavierkonzerte mit Chopinmusik veranstaltet.

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Essen

Man kann in Warschau sehr gut kostengünstig auswärts essen. Und das haben wir voll ausgekostet. Zum Frühstück haben wir uns meist an kleinen Ständen eingedeckt, Kaffee besorgt und sind in einen Park gegangen, wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Aber an den Abenden waren wir meist auswärts essen. Am liebsten im Vegan Pizza, wo man, Überraschung, richtig gut Pizza und andere vegane Köstlichkeiten essen kann. Wir haben draußen gesessen, man hat dort ein sehr schönes Ambiente, mit Klapptischen und dem vollen Straßenleben um einen herum. Absolut empfehlenswert ist außerdem das Leniviec, das tatsächlich genau nebenan liegt. Wir waren dort sehr gut frühstücken. Wer einmal in Warschau ist, muss auch auf jeden Fall einmal in eine Milchbar einkehren. Die haben in Polen Tradition. Drinnen hat man ein eher kantinenmäßiges Feeling. Ihr stellt euch an, bekommt eure Pierogi, esst und geht wieder. Es ist ein schnelles Essen, aber wirklich einen Besuch wert und ein absolutes Must-do. Die Milchbar auf den Bildern heißt Bar Bambino, aber es gibt wirklich viele, sucht euch einfach eine aus.

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Weitere Eindrücke

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Schreibt gern auch eure Tipps und Must-dos in Warschau in die Kommentare.

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Handgepäck-Reisen // Minimalismus – Was brauche ich wirklich?

Lifestyle, Travel

„Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck…“

Ich habe so viele Dinge. Mehr, als ich jemals benutze.
Ich habe mehr Schuhe, als ich trage,
mehr Ideen, als ich sage
und mehr Schokolade, als mir gut tut.
Ich habe mehr 2dos als Zeit
Ich hab mehr, dass mich einengt, als was mich befreit
und ich habe sowieso viel zu viel … von Allem.
Mehr Bücher, als ich verschlinge
zu viele Fragen, mit denen ich ringe
und die ich sowieso nie löse.

Dabei brauche ich gar nicht viel. Das ist mir Ende letzter Woche klar geworden. Ich bin nach Budapest geflogen. Eine Freundin besuchen. Der Haken an dem Abenteuer: Ich fliege nur mit Handgepäck. In meinem Fall bedeutet das: 8 Kilo Kofferinhalt. Na, Dankeschön! Der kleine Koffer wurde nur mit dem Nötigsten gefüllt, doch trotzdem zeigte die Waage hinterher noch immer 12 Kilo an. Mist! Ok, worauf kann ich noch verzichten? Die Antwort nach einer viertel Stunde Umsortieren: Auf fast alles. Übrig geblieben sind nur einige T-Shirts, ein Paar Schuhe für den Flug, eine Jacke (ebenfalls auf dem Flug angezogen), Unterwäsche, Shorts, zwei Kleider. Zahnbürste. Die Creme war schon zu viel, wird vor Ort geliehen. Ein winziges Bisschen Kosmetik. Portemonnaie. Und die Flugtickets. Fertig. Achso, natürlich meine Kamera! Die hänge ich mir so um den Hals. Alles Andere bleibt da. Der ganze Rest, von dem ich dachte, ich bräuchte ihn für 10 Tage… Bleibt da.

Das Fazit: Ich brauche so wenig. Warum konnte ich das nicht verstehen, bevor mein Koffer zu schwer war und ich gezwungen war, sie auszusortieren ?

Nun gut, Lektion gelernt. „Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck…“

Leni

Interrail und Co – 5 Insidertipps für Städtetouris und Backpacker

Travel

Hey ihr Lieben,

Ich war die letzten vier Wochen im Urlaub! Ein ganz schöner Luxus und eine Zeit, die ich wirklich extrem genossen habe! Deshalb kam auch letzte Woche kein neuer Post online, entschuldigt, aber jetzt bin ich erholt zurück und kann mich wieder ganz dem Schreiben widmen. 
Weil viele von euch jetzt bestimmt auch in den Urlaub fahren und ihre Sommerferien genießen, dachte ich mir, ich teile heute ein paar Tipps mit euch, die ich mir während der letzten vier Wochen so angeeignet habe. Ich habe eine Art Interrail-Tour gemacht, nur dass ich nicht mit dem Zug verreist bin, sondern per Bus. Was ihr auf so langen Reisen beachten solltet, darum geht´s heute 🙂 
Und dann fangen wir auch direkt mal an! 

Achtung! Was ihr bei längeren Städtereisen unbedingt beachten solltet


1. Bus statt Zug

Wer lange Strecken fährt und in kurzer Zeit viele Städte überall auf der Welt besuchen möchte, für den bietet sich das Reisen per Fernubs an. Wenn ihr euch mit Flixbus und Co. anfreunden könnt, spart ihr eine Menge Geld, was grade für Schüler und Studenten ja immer ein wichtiger Punkt ist. So viel Reisen wie möglich – nur kosten darf es möglichst nichts. Wer zum Beispiel ein Interrail-Ticket erworben hat, für den ist dieser Tipp irrelevant, allen anderen kann ich an dieser Stelle sehr das Busunternehmen „LuxExpress“ ans Herz legen. Diese Busse haben mich in den letzten Wochen viel durchs Land kutschiert und neben echt erschwinglichen Preisen (zwischen 9 und 19 Euro habe ich für meine Fahrten gezahlt) bekommt ihr hier in den meisten Bussen wirklich saubere Toiletten, Fernseher und teilweise sogar eine Kaffeemaschine, die euch die ganze Fahrt über mit kostenlosen Getränken versorgt. Das ist also auf jeden Fall einen Blick wert. 
(Aber auch Fernbus Flixbus ist auf jeden Fall empfehlenswert, damit bin ich bis jetzt auch immer gut gefahren!)

2. Mit Kapuzenpulli und Regenjacke um die Welt


Oh ja, richtig! Meine Überlegung am Anfang: Städtetour = ich möchte ordentlich und hübsch angezogen sein. Falsch gedacht! Die einizge Jacke, die ihr auf einer Städtetour wirklich braucht, ist einfach die gute alte Regenjacke. Wer vier Wochen oder länger unterwegs ist und jeden Tag von früh bis abends durch eine Stadt tourt, sich Denkmäler anschaut, Parks, Museen, das Meer und schöne Aussichtspunkte, der kann sich gar nicht anders einkleiden, als im Lagenlook. Und dann muss es eben einfach in allererster Linie praktisch sein! Heißt: Mit „Kapuzenpulli und Regenjacke on board“ fährt man ganz gut. Der zusätzliche Kapuzenpullover wärmt, die Regenjacke schützt euch vor Wind, Regen und eigentlich jedem Wetter und im Bedarfsfall ist einfach beides schnell um die Hüfte geknotet. Praktisch, Gut. Glaubt mir!

3. Lebensrettende Maßnahme Ohropax

Wer viel in Hostels übernachtet, hat miot den unterschiedlichsten Leuten und Umgebungen zu tun. Es kann euch passieren, dass ihr an einer kaum befahrenen Straße mit sechs anderen Leuten im Zimmer schlaft, die sich nachts weder bewegen, noch geräuschvoll atmen, die zur gleichen Zeit ins Bett gehen wie ihr und deshalb auch nachts nicht mehr das Licht anmachen. Ist aber eher selten. Im Normalfall schnarcht mindestens einer, und bei den für Hostels typischen Stockbetten merkt und hört ihr auch immer, wenn sich der Ober- oder Untermann umdreht. Deshalb sollte das Erste, was in euren Koffer wandert, die Schlafmaske sein, gefolgt von Ohropax. Gibt es in jedem DM und sichert euch wirklich den Schlaf. Maske drauf, Ohropax rein und dann merkt ihr auch nicht mehr, wenn jemand spät kommt oder früh geht, dabei das Licht anmacht und Lärm veranstaltet!

4. Backpackliebe adjeu!

Ganz ehrlich: Ich liebe meine Kraxe. (So nennt man bei mir einen riesigen Wanderrucksack) Aber wenn ihr eine Städtetour plant und somit zu Hostelgängern werdet, kann ich euch wirklich empfehlen, den Rucksack stehen zu lassen und den Koffer zu packen, am Besten einen mit Rolle dran, damit ihr ihn im Bedarfsfall erstmal zum Hostel durch die Stadt ziehen könnt. Das Problem wäre jetzt gar nicht mal eins des Platzes oder der Praxis, ich persönlich schnalle mir lieber den Rucksack auf den Rücken, als ewig einen Koffer hinter mir herzuziehen. Aber es ist eine Frage der Sicherheit. Es gibt auf Amazon zwar Rucksacksicherungsnetze, die ihr um eure Kraxe schnallen und auch abschließen könnt, diese Netzte sind aber ganz schön teuer und auch nicht besonders dick. Wer einen Koffer hat, braucht nur noch ein kleines und ein großes Schloss (da reicht ein ganz normales Fahrradschloss). Mit dem kleinen schließt ihr euren Koffer ab, falls der keine automatische Verriegelung hat, mit dem Fahrradschloss schließt ihr den Koffer durch die Ziehschlaufe hindurch am Bettgestell fest. Damit fühle ich persönlich mich um Einiges abgesicherter, als wenn ich meinen Rucksack ehr oder wenigre ungeschützt offen rumliegen lasse. 

5. Vorbuchen

Ihr spart eine MENGE Zeit, wenn ihr diesen einfachen Tipp beherzigt! Sucht euch einfach vor eurer Reise einige schöne Dinge raus, die ihr besuchen möchtet und informiert euch, wo es sich lohnt, vorzubuchen. Mit einem Onlineticket in der Tasche fallen oft kilometerlange Warteschlangen komplett weg und teurer ist das im Regelfall auch nicht, oder wenn dann nur sehr geringfügig. 
Zwei Besipiele ,für die sich ein Onlineticket wirklich lohnt wären zum Einen das „Van Gogh Museum“ in Amsterdam, genauso wie das „Anne-Frank Haus“ in Amsterdam und auf jeden Fall (!) das „Eremitage“ in St. Petersburg. 

Wenn ihr solche Schlangen umgehen wollt – bucht vor!


Das wars auch schon mit meinen fünf Tipps, in den nächsten Wochen kommen bestimmt nach und nach noch mehr Beiträge zum Thema Städtereise, auch mit spezifischen Tipps für die Städte, die ich besucht habe, 
ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen von euch helfen, schreibt gern eigene Tipps in die Kommentare und dann lesen wir hier nächsten Sontag wieder voneinander, wenn ihr mögt. 
Habt eine schöne Woche,

Leni

Lenis Reisetipps #2: Venedig

Travel

Hey ihr Lieben,

Ich war vor gar nicht allzu langer Zeit in Venedig. Eine ganze Woche lang habe ich die Vorzüge des italienischen Essens genossen, die warme Strandsonne, die es dort auch Februar schon gibt und natürlich auch die vielen Touristenattraktionen abgeknipst, die man sich so ansehen kann in einer der schönsten Städte Italiens. Und weil ich bestimmt nicht die einzige bin, die gern verreist, dachte ich mir, ich lasse euch ein bisschen an meinem Städtetrip teilhaben und gebe euch ein paar Tipps mit auf den Weg.

erstes Foto aus dem Bus, der uns von Flughafen ins Stadtinnere bringt


Nebensaison ausnutzen

Venedig ist eine recht beschauliche Stadt, die aus tausenden und abertausenden Kreuzungen und noch zehnmal so vielen Gässchen und Sträßlein zu bestehen scheint. Da hilft auch der Stadtplan nur noch bedingt weiter. Und so schön diese Stadt auch ist: Grün findet man hier wirklich selten. Einen Garten im klassischen Sinne habe ich gar nicht entdeckt, höchstens immer mal wieder hier oder dort einen Baum neben einer Bank oder einem Museum. Da die Stadt aber von so vielen Kanälen durchflossen wird, was wie ich finde einer Stadt immer ein sehr beruhigendes, meernahes Feeling verleiht, stört das eigentlich nicht weiter. Wenn aber die kleinen Gassen und Kanäle sich in der brütenden Sommerhitze aufwärmen und dann noch der Geruch hunderttausender, schwitzender Touristen und einem nahegelegenen Fischmarkt hinzukommt, sich alle in den winzigen Gässchen tummeln und kein Baum weit und breit in Sicht ist, der ein bisschen frische Luft zu spenden in der Lage wäre, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass das wohl ein bisschen anstrengend und auch weniger wohlriechend sein dürfte. Und seien wir mal ehrlich: Dann geht die ganze ialienische Romantik gleich mit flöten. 
Deshalb Tipp Nummer eins: Sucht euch einen ruhigeren Monat. Wer wie ich im Feburar fährt, läuft vielleicht Gefahr, dass einige Tage noch ein bisschen kühler und regnerischer sein können, dafür behalten die Sträßlein, Kanäle und die vielen engen Brücken und Kopfsteinpflasterwege ihren Charme. 

Blick von der „Ponte de l´accademica“
Einfach weil der Mantel so wunderschön aussieht und ein Herz im Hintergrund ist…


Masken
Ok, das werde ich wohl eigentlich niemandem von euch sagen müssen, aber irgendwie fand ich, es gehört der Vollständigkeit halber mit in diesen Blogpost: Venedig ist die Stadt der Masken. Die venezianischen Masken sind überall auf der Welt ein etablierter Begriff und wer nach Venedig fährt kommt eigentlich kaum umhin auch mindestens eine in den Koffer wandern zu lassen. Preistechnisch unterscheiden sich die Masken extrem. Es gibt an jedem der zahlreichen kleinen Stände mit Touristenattraktionen Masken auf Plastik, in grellen Farben mit Glitzersteinen, ab ca. vier Euro aber auch richtig schöne kleine Läden, in denen die Masken noch in richtiger Handarbeit geschaffen werden, aus Gips zum Beispiel, und natürlich auch handbemalt, die bekommt ihr ab 15 Euro, aber auch durchaus mal für 40 oder sogar noch mehr. Ich konnte natürlich auch nicht komplett daran vorbeigehen und habe mich dann schließlich für eine Maske aus einem dieser besagten kleinen Lädchen entschieden, die wie ich finde ein bisschen an das Phantom der Oper erinnert und so einen sehr schönen dunkleren roten Farbton mit goldenen Schlieren hat würde ich sagen. 
Linienboot statt Gondel
Venedig ist mindestens so viel Stadt der Gondeln wie Stadt der Masken. Und es sieht zugegebenermaßen auch wirklich schön aus, diese ganzen hübschen Böötchen (ist das der korrekte Diminutiv für Boot? Ich habe keine Ahnung) mit den traditionell gekleideten Gondolieren dazu. Aber es ist einfach wahnsinnig teuer, sich privat in so einer Gondel durch Venedig schippern zu lassen. Für alle, die nicht gerade auf Hochzeitsreise sind oder ihrer Freundin/ ihrem Freund einen Antrag machen wollen empfehle ich deshalb: Fahrt mit dem Linienboot. Venedigs Straßen sind ja, wie gesagt, ziemlich eng, da würde durch die meisten nie im Leben ein Auto durchpassen, geschweige denn ein fetter Bus. Weil man aber ja alles per Wasserstraße erreichen kann gibt es praktisch öffentlichen Nahverkehr durch Boote. Ihr könnt euch Ein- Zwei- oder auch Dreitagestickets an vielen Orten besorgen und damit viel Geld sparen. Die Wasserkanäle und das typisch venezianische Feeling bekommt ihr so auch, aber für viel weniger Geld (das lässt sich ja dann später in Form von Pizza und Eiscreme wieder reinholen 😉 ). 
Gondelbild Nummer eins
Ein typisch venezianischer Gondolier
Und Gondelbild Nummer zwei
Campanile und Dogenpalast
„Jeder echte Venezianer geht mindestns einmal am Tag über den Markusplatz!“- ein Spruch, der vielen bekannt sein dürfte. Und auch wenn er eventuell nicht zu 100% der Wahrheit entspricht- den Markusplatz sollte zumindest jeder Tourist einmal überquert haben. Zumal es am Markusplatz wirklich richtig was zu sehen gibt. Neben gefühlt einer Trilliarde Tauben (die ihr allerdings nicht füttern solltet, wenn ihr nicht zufällig 150 Euro für das Bußgeld übrig habt) findet sich hier zum Beispiel der Campanile (zu deutsch Glockenturm). Den könnt ihr für kleines Geld (ich glaube es sind so um die neun Euro) besichtigen und das lohnt sich wiklich bei jedem Wetter! Als ich oben war hat es leider ein bisschen gewindet und geregnet, gut ausgerüsteten Gewohnheitstouristen in Überlebensjacken wie mir allerdings macht das nicht soviel aus, der Blick über die Stadt, das Wasser und die Venedig vorgelagerten Inseln ist einfach unbezahlbar. Der Campanile ist mit fast 100m das höchste Gebäude in Venedig und wurde nach seinem Einsturz 1902 komplett wieder aufgebaut.

Auch der Dogenpalast ist wirklich sehenswert. Er war früher Sitz des Großen Rates und gibt heute mit einem (etwas einfach gehaltenen) Audioguide einen Einblick in die Geschichte des Gebäudes, des Militärs/ der Rüstungen und der Stadt Venedig selbst. Ihr könnt hier beeindruckende Deckenmalereinen, einen wunderschönen Innenhof und im Keller dann auch noch gruselige Kerker besichtigen. 

Der Markusplatz
Oben rechts seht ihr den Campanile. Hier den Markusplatz von oben


Venedig von oben #1
Venedig von oben #2
Im Dogenpalast

Das wars erstmal für heute 🙂 Schreibt mir mal, wie es euch gefallen hat, dann gibt es eventuell noch einen zweiten Teil. Ansonsten hoffe ich, ich konnte euch ein bisschen helfen, falls ihr vorhabt demnächst mal nach Venedig zu fahren. 

Wir lesen hier nächsten Sonntag wieder voneinander, bis dahin wünsche ich euch eine fantastische Woche, kommt gut durch die nächsten sieben Tage und genießt das sich langsam einstellende Sommerwetter. 

Vielen Dank fürs Lesen, bis ganz bald, 

Leni

Amsterdam

Travel

Hey ihr Lieben,

heute gibt es mal kein Rezept. Wir beschäftigen uns stattdessen mal mit meinem zweitliebsten Thema: Reisen.

Wer mir auf Instagram folgt, der dürfte vor kurzen dieses Foto hier gesehen haben:


Dieses Foto ist im vergangenen Sommer in Amsterdam entstanden.
Und weil es mir dort so gut gefallen hat dachte ich, ich geb euch ein paar Tipps, was man in Amsterdam mal gesehen haben sollte, ein paar persönliche Eindrücke, schöne Plätze und Sehenswertes. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen Reiselustigen unter euch ja den nächsten Urlaub zu planen 🙂

Fahrradliebe 


Amsterdam ist bekannt für seine Liebe zu Fahrrädern. Ihr findet große, kleine, bunte und einfarbige Räder, welche mit Körben, Blumendeko oder Lichterketten.
Aber ihr müsst euch nicht unbedingt ein Fahrrad mieten. Man kann Amsterdam genausogut zu uß erkunden oder mit der Straßenbahn. In den Amsterdamer Straßenbahnen gibt es sogar extra kleine Häuschen, in denen Schaffner Karten verkaufen. Ja, in den Straßenbahnen!
Tipp Nummer eins also: gaaaanz lange und ausgedehnte Spaziergänge, damit ihr genau solche schönen Dinge entdecken könnt.

Nieuwe Kerk



Die Nieuwe Kerk hat Tradition. Hier wurden viele Königspaare getraut, zuletzt König
Willem- Alexander und Königin Máxima.
Die Kerk ist wunderschön als Museum gestaltet, aber auch für alle toll, die nicht so gern Museen besichtigen. Besonders sehenswert ist der große hölzerne Deckel über der Kanzel. Sie sollte den Klang im unteren Bereich der hohen Kirche halten, damit die breit verteilte Masse an Gottesdienstbesuchern auch hört, was der Pfarrer sagt. Dieser Deckel an sich ist zwar nichts Besonderes, der in der Nieuwekerk allerdings ist wunderschön verziert mit etlichen Details und Feinheiten. Unbedingt anschauen!

Museen




In Amsterdam gibt es über 50 Museen. Hier seht ihr zwei Fotos aus dem Käsemuseum. Im oberen Bereich ist ein kleiner Laden, in dem ihr die verschiedensten Käsesorten verkosten könnt.
Unten gibt es dann ein kleines Museum, da findet ihr zum Beispiel diese mit Swarowskisteinen verzierte Käsereibe. Super alltagstauglich 😉


Ein anderes, wirklich sehr sehr sehenswertes Museum ist das Rijksmuseum. Hier findet ihr atemberaubende Kunst, Bilder, Gemälde, Skulpturen, Violinen aus Porzellan, unglaublich teure und riesige Puppenhäuser für erwachsene Frauen und diese wunderschöne Bibliothek. Irgendwie erinnert sie mich an Harry Potter, euch auch? Nehmt ein paar Stunden Zeit mit und, ganz wichtig: Bestellt die Tickets vorher online, dann müsst ihr nicht ewig anstehen.
Einige Museen, die ihr euch unbedingt ansehen solltet sind:
– das Van Gogh Museum : Hier erfahrt ihr alles, was man über Van Gogh wissen kann und noch
                                             viel mehr. Und ihr seht wunderschöne und bemerkenswerte Kunstwerke.
– das Anne Frank Haus : Eigentlich sehr selbsterklärend, wer in Amsterdam ist, sollte sich dieses
                                           Haus unbedingt ansehen! Hier müsst ihr aber schon mehrere Monate im
                                           Voraus bestellen. Außerdem werden jeden Morgen Punkt zehn Uhr auf
                                            der Website des Museums Restkarten für den jeweiligen Abend verkauft.
                                            Wer schnell ist, kann hier auch kurzfristig noch Tickets ergattern.
– natürlich das Rijksmuseum : alle Infos dazu seht ihr ja im Text 😉
– das Amsterdam Museum : Hier lernt ihr alles über die Geschichte Amsterdams. Das ist vor allem
                                                für Familien mit kleinen Kindern ganz nett, weil es auch ein paar kurze
                                                 Filmchen und ein bisschen was zum Ausprobieren gibt.

Brix 


Das ist das Brix. Eine Bar/Restaurant mit etwas schickerem Ambiente für einen gemütlichen Abendausklang. Ich habe mich in Amsterdam sehr in dieses Schmuckstück verliebt, den Link zur Seite pack ich euch mal hier hin: http://www.cafebrix.nl/
Es ist zugegeben ein bisschen versteckt, also immer schön die Augen offen halten, nicht das ihr daran vorbeilauft 😉
Geheimtipp: Das Popcorn schmeckt sooooooo gut (auch davon findet ihr Fotos auf meinem Instagramaccount. Dort heiße ich übrigens in_engels_kueche)

Papageienkirche


Die „Papageienkirche“ ist eine sogenannte „versteckte Kirche“. Amsterdam ist traditionell eine protestantische Stadt. Früher galt: Die Religion des Königs ist die Religion aller. Deshalb musste sich wer dem katholischen Glauben angehörte in kleinen Hinterhofskirchen verstecken. So wie diese hier. Ihr findet Informationsplakate und auch so ist das Innere dieser kleinen Kirche absolut sehenswert.
Auch hier gilt wieder: Passt auf, dass ihr nicht dran vorbeilauft. Die Kirche befindet sich mitten auf der Einkaufspassage, zwischen Klamotten- und Schuhgeschäften, wer nicht gezielt danach sucht, dem fällt sie vermutlich gar nicht auf.

Pommes Frites


Ihr seht hier die älteste Frittenbude Amsterdams. Pommes Frites sind in den Niederlanden so was wie ein Nationalgericht. Sie wurden in den Niederlanden und Belgien erfunden. Und alt ist in diesem Fall nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Die Pommes Frites schmecken absolut köstlich und ihr könnt zwischen verschiedensten Soßen wählen. Egal ob ganz klassisch mit Ketchup und Mayo oder etwas ausgefallener mit Apfelmus (schmeckt ein bisschen wie Reibekuchen) : Hier findet sich für jeden Geschmack etwas.

Amsterdam bei Nacht


Und ein letzter Tipp für heute: Amsterdam bei Nacht. Es sieht wunderschön aus, wenn die zahllosen Brücken erleuchtet werden und sich diese bezaubernde Stadt in den Grachten spiegelt. Ich habe das von einem Boot aus genossen. Es gibt viele verschiedene Angebote für Grachtenfahrten bei Nacht, eine tolle Möglichkeit die Stadt vom Wasser aus zu erkunden. Wirklich einmalig. 

So, das ist ein ganz schön langer Blogpost geworden. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und probiert einige der Tipps mal aus, wenn ihr nach Amsterdam kommt. Was ist euer liebstes Reiseziel des letzten Jahres? Oder plant ihr eine Reise für dieses Jahr? Lasst es mich gerne wissen und schickt mir Fotos, besonders wenn ihr euch das Popcorn im Brix schmecken lasst oder die Papageienkirche gefunden habt, würde ich das gern sehen 🙂 
#inengelskueche

Wenn ihr mehr Tipps rund um Amsterdam haben wollt schreibt mir auch das gern in die Kommentare, dann mache ich dazu noch einen zweiten Blogpost. Ich wünsche euch einen schönen und Fernwehverträumten Sonntag, 

Leni