Feminismus(s) #2 // Von Pferdeschwanz-Frauenpower und der Frage „Wer will ich heute sein?“

Lifestyle

„Du siehst hübsch aus heute. Also, du siehst sonst auch hübsch aus. Aber heute siehst du irgendwie anders aus. Anders hübsch. Ich weiß nicht genau, was es ist, aber es steht dir.“

Ich habe die Haare hochgebunden. Trage einen Pferdeschwanz. Das erschien mir heute früh vor dem Spiegel ganz normal. Aber jetzt, wo du es ansprichst, fällt es mir auf. Stimmt. Hab ich ewig nicht gemacht. Dabei ist das doch gar nichts Besonderes. Keine großartige Veränderung. Als ich meine Haare abgeschnitten habe, ist das niemandem aufgefallen. Aber wenn ich sie mal aus dem Gesicht nehme und zurückbinde – bekomme ich prompt eine Reaktion. 

Bin ich bequem geworden? Standardprogramm, Routine, Normalablauf. Oder einfach nur langweilig? Ich weiß, es ist ein Kompliment, aber irgendwie ärgere ich mich fast darüber. Ich brauche das normalerweise. Die Haare. Im Gesicht. Mein Vorhang. Mein Schutzmantel. Verstecken spielen mit der Welt. Ein bisschen Raum für mich. Was zum Spielen mit den Fingern, wenn ich nervös bin, oder aufgeregt. Dann zappel ich herum und zerzause meine Haare. 

Dabei ist das doch gar nichts Besonderes. Keine großartige Veränderung. 

Ne Winzigkeit. Ein Fingerschnippen. Ein Haargummi. Banal vielleicht. Und sicher nichts, worüber man einen Text schreiben sollte. Oder doch? Gesicht zeigen. Nicht verstecken. Präsent sein. Tatkräftiger. Ein bisschen forscher, aktiver irgendwie, ein bisschen kritischer, ein bisschen entschlossener. Kein Vorhang. Kein Versteckspiel. Keine Chance für Nervosität. Ein bisschen mehr da. Heute.

Dabei ist es doch gar nichts Besonderes. Keine großartige Veränderung. 

Nur ein bisschen weniger Vorhang. Und ne winzige Veränderung. Für einen Tag. Vielleicht versteck ich mich morgen wieder. Oder ich probier mal einen Dutt. 

Manchmal braucht es gar keine großartige Veränderung. Nichts Besonderes. Nur ein Fingerschnippen. Einen Haargummi. Einen Pferdeschwanz. Und die ganze Einstellung zum Tag, zum Selbst – ändert sich. 

Oberflächlich – Haare, Frisuren, Mode. Aber genau das ist doch die Entscheidung, die wir jeden Morgen fällen. Wer bin ich heute? Wie fühle ich mich? Und das drücken wir aus. Ob bewusst oder unbewusst. Mit unserer Kleidung. Make – up. Und nem Pferdeschwanz. 

Schon irgendwie was Besonderes – so (k)eine großartige Veränderung.

 

Nachtrag// der wichtigste Teil

Ich glaube, Feminismus, Frauenpower, wie auch immer wir das nennen wollen, hat viel mit den Themen Mode und Beauty zu tun. Und auch, wenn genau diese Assoziation mit so offensichtlich „mädchenhaft“- konnotierten Sujets zu ganz viel Genderwahn-Augenrollen führen mag …  für mich und ich glaube, auch für jeden anderen Menschen (ob nun Mann oder Frau oder irgendetwas dazwischen) ist die Entscheidung, was ich früh anziehe, wie ich mich schminke, welche Frisur ich gern tragen möchte… immer auch Ausdrucksweise dessen, wie ich mich an diesem Tag fühle. Wie ist meine Stimmung, wie möchte ich auftreten, was signalisiere ich meinem Gegenüber? Bin ich entschlossen, tatendurstig, bequem, sehne ich ich mich vielleicht nach einer kuscheligen Wohlfühlumgebung oder bin ich heute die schönste Frau der Welt und – ja, das darf man über sich selbst ruhig auch mal sagen – wahnsinnig sexy? Du musst dich nicht jeden Tag mögen. Und du musst dir auch nicht jeden Tag Gedanken darüber machen, was du anziehst, oder wie du deine Haare trägst.

Aber ich finde – in einem Pferdeschwanz steckt manchmal ganz schön viel Frauenpower!

(Bevor du jetzt aufhörst, zu lesen: Ich habe dem Beitrag ein Schlagwort hinzugefügt (#Feminismus(s)). Das findest du am Ende dieses Beitrags. Dort kommst du zum ersten Post dieser Reihe und zu allen, die zukünftig noch folgen werden.)

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Ich bin wie eine Schnecke.

Lifestyle

Ich bin wie eine Schnecke, 

ganz klein und eingerollt in einem dünn-soliden Haus. 

Ich schaue manchmal zaghaft und ein bisschen schüchtern hinaus, 

versuche abzutasten, was sich mir zeigt im Sonnenschein, 

doch stoßen meine Fühler an, zieh ich mich zurück in mein Heim. 

Ich fühl mich hier drin sicher, hier kenn ich mich aus, bin ganz Schnecke, 

doch wage ich mich auf unbekanntes Terrain, 

hab ich Angst, bin unsicher und verstecke

mich doch wieder. 

Ich bin wie ein kleiner Fisch, 

den die Großen ganz oft überseh´n, 

der fast unsichtbar und glücklich im Wasser schwirrt, 

für den die Angler sich nicht interessiern. 

Ich schwimme durch kühle H2O-Moleküle und lebe hinein in den Tag, 

ich hab nur ein Kurzzeitgedächtnis und denk nicht drüber nach, wer mich mag. 

Ich bin wie ein Entenbaby. 

Ich schnattere froh, häng an Mamas Federkleid, 

und das geht wohl nicht bis in alle Ewigkeit, 

doch was ich heute nicht weiß, macht mein Herzlein nicht schwer. 

Ich bin wie eine Ameise, 

ich zapple und laufe und reise

umher durch die Welt, und wo´s mir gefällt, halt ich an. 

Ich bin strebsam, ich mache und schufte und tu, 

und ich komm nicht zur Ruh, 

eh der Winter nicht kommt und meine Pause beginnt. 

Ich bin wie eine Elefantenkuh, 

manchmal groß und behäbig, 

manchmal gemütlich und schläfrig, 

und manchmal einfach nur ich. 

Ich hab eine Haut, die so dick ist wie Stahl, doch eigentlich ganz butterweich. 

Sie ist zart und ich feinfühlig, 

runzlig und feingliedrig, 

ich bin wie ein Schiff im Meer. 

Ich bin wie das Segel im Wind, 

das stetig hin und her schwingt, 

an dem ablesbar ist, wies ums Wetter grad steht, 

ob die Erde sich immer noch gleichmäßig dreht,

und das die Richtung zeigt, in die das Schiff fährt. 

Ich bin wie der sandige Boden, 

in den der Anker einschlägt am Ziel. 

Ich halt ihn gut fest, auf mich ist Verlass, 

jedes Sandkorn meiner Masse gibt gut darauf Acht, 

dass das Schiff sicher ankert im Hafen. 

Ich bin wie eine Taube, 

ich gebe niemals ruh. 

Ich bin zuweil penetrant, zuweilen galant, 

geb mich gern trotzig in federnden Schrittchen. 

Ich bin niemals still und einfach weil ich es will, 

sing ich die ganze herrliche Nacht. 

Ich bin wie ein Uhu im Wald, 

und nachts wird es dunkel und kalt um mich her, 

ich sitze ganz ruhig und sträube mich sehr, 

jetzt schon schlafen zu gehn, ich will die Sterne noch sehn. 

Aber eigentlich bin ich ein Seestern,

ich beobachte die Welt vom Grund. 

Ich seh all die Fische und Vögel da oben, 

ich bin ganz still und während Gezeiten noch toben, 

lieg ich im Wasser und analysiere. 

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Willkommen.

Lifestyle

Da ist ein Fleck auf meinem Spiegel. Und meine Tatstatur hat Staubkörner in den Zwischenräumen. Der Teppich verdeckt die Tatsache, dass sich, seit ich gestern gesaugt habe, schon wieder Haare aus meiner Bürste gelöst haben. Ist mein Bett gemacht? Der Stuhl gerade hinter dem Tisch? Seit wann bin ich so pedantisch? 

Aber du warst noch nie hier. Und ich will, dass du dich wohl fühlst. Keine Ahnung, warum eigentlich. Wir kennen uns doch noch gar nicht so gut. Aber auf einmal willst du gleich vor meiner Tür stehen. Und da sind noch Klebereste auf dem Parkett vom Malern letzte Woche. Und dieser Fleck auf dem Spiegel. 

Normalerweise stören mich diese Dinge nicht. Ich brauche eine Grundordnung. Die mir sagt: Du hast die Dinge im Griff. Aber es hebt mich auch nicht an, den Boden mal zwei (oder drei) Tage nicht zu sehen, weil ich mich wieder nicht entscheiden konnte, was ich anziehen möchte. 

Aber du warst hier noch nie. Und ich will, dass du dich wohl fühlst. Bei mir. Mit mir. Dabei weiß ich doch noch nicht mal, ob ich mich mit dir wohl fühle. 

Sind die Blumen zu verwelkt? Hab ich dran gedacht, die Spülmaschine auszuräumen? Liegt auch ja nirgendwo mehr ein BH herum? Und seit wann stört mich das? 

Ich hab den Boden noch schnell gesaugt. Und das Buch vom Sofa ins Regal geräumt. Hab Musik angemacht. Und vergeblich versucht, die Klebereste vom Boden zu entfernen. 
Aber der Fleck am Spiegel ist geblieben. 
Ich poliere mein Spiegelbild nicht auf. Ich habe Flecken auf dem Spiegel. Und sauge höchstens einmal in der Woche. Und meine Fenster wurden das erste und einzige Mal genau nach meinem Einzug geputzt. Und mein Bett ist chronisch unordentlich. Wie ich. Ein bisschen chaotisch. Ein bisschen zerzaust. 

Und du warst noch nie hier. Ich will, dass du dich wohl fühlst bei mir. 

Es klingelt an der Tür. Ich schieb den Stuhl ein Stück nach links und öffne. 

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Sommerregen.

Lifestyle

Und draußen tobt der Sommerregen. 
Ich sitz drin und denk daran, 
dass, wer jetzt nach oben schaut,
nen Regenbogen sehen kann. 

Ich bin krank. Schon wieder. Eine Kollegin meinte aufmunternd zu mir: „Nimm es nicht so schwer. Als ich angefangen habe, wieder mit Kindern zu arbeiten, hatte ich auch jeden Mist. Man steckt sich bei den Kleinen einfach superschnell an.“ Und ich weiß, sie hat recht. Aber es ist ätzend. Also: Schon wieder auf der Couch. Schon wieder nur lesen. Schon wieder Kopfschmerz und ein explodierender Rachen. Schon wieder Hühnersuppe und Salbeitee. 

Und draußen tobt der Sommerregen. 
Ich sitz drin und denk daran,
dass, wer jetzt nach oben schaut
nen Regenbogen sehen kann.

Ich hab an dich gedacht. Schon wieder. Und ich bin es leid. Doch ich schlafe nicht und wälze mich im Bett umher und vom kleinsten Geräusch werd ich wach. Und … dann hatte ich dein Bild vor Augen. Auf einmal wieder. Nach der ganzen Zeit. Obwohl ich dachte, du wärst mit dem Löschen jeder Nachricht von meinem Handy auch aus meinem Leben verschwunden. Aber … diesmal tat es nicht weh. Diesmal nicht. 

Und draußen tobt der Sommerregen. 
Ich sitz drin und denk daran,
dass, wer jetzt nach oben schaut,
nen Regenbogen sehen kann. 

Sie weint in mein Telefon. Wieder. Und ich kann nichts tun, als sie durch die Leitung hindurch zu umarmen. Ich wünschte, er wüsste, was er ihr antut. Vermutlich weiß er es sogar. Warum muss es so weh tun, wenn Herzen brechen? , denke ich. Das wird wieder, irgendwann. , sage ich. Es tut weh. Wieder. Und ein Schluchzer schüttelt dich. Wieder. Und wieder. Und ich fühle mich so hilflos. Wieder. Aber ich bin hier, wenn du willst die ganze Nacht und bleibe schweigend am anderen Ende der Leitung, wenn dir das hilft. Wenn es dich eine Sekunde lang tröstet. 

Und draußen tobt der Sommerregen. 
Ich sitz drin und denk daran,
dass, wer jetzt nach oben schaut,
nen Regenbogen sehen kann.

Ich schreibe. Wieder. Nach ewiger Zeit. Habe ein Gedicht verfasst. In meinem Inspirationsbuch. Geheim. Wieder. Nicht vorgelesen. Noch nicht. Und irgendwie ein kleines, gereimtes Geschenk an mich selbst. Ich kann es doch noch. Blockade gelöst. Ein bisschen. Neue Inspiration gefunden. Schritt für Schritt, Krumen für Krumen. Regenbogen gefunden. Zumindest eine Farbe davon. 

Und draußen tobt der Sommerregen. 
Ich sitz drin und denk daran,
dass, wer jetzt nach oben schaut,
nen Regenbogen sehen kann.

 

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Und schreibt mir gern eure Gedanken. Das versüßt mir immer den Tag! 🙂

Kaltes Wasser.

Lifestyle

Als ich das erste Mal „the fault in our stars“ von John Green las, war ich 15 Jahre alt. Ich hatte erste Erfahrungen mit dem Verlust geliebter Menschen gemacht, wusste, was es hieß, die Welt zu hinterfragen und sich seine eigene Bedeutung oder Nicht-Bedeutung als Existenz auf unserem Planeten klarzumachen.  Dem Buch folgte der Film und ich weinte und lachte und verliebte mich in Augustus Waters. Älter, charmant und verletzlich. Klar, dass man da als Teenagermädchen drauf abfährt, oder?

Aber ich glaube damals, wie heute, als ich den Film mit 20 schaute und wieder Rotz und Wasser heulte, dass doch etwas mehr darin steckt als Teenagerromanze und das drohende Damoklesschwert des Todes, das uns alle früher oder später ereilt. Augustus Waters war unbeschwert. Trotz allem, was um ihn herum geschah. Trotz all dem Mist, der ihm im Leben passierte. Er sah Hazel, verliebte sich und – sprach es aus. Kein Herumgedruckse, kein „Sie schreibt mir nicht, dann schreib ich nicht“-Spiel. Keine Angst vor Konsequenzen. Gus bleibt unbeschwert, verzaubert, gerade. Ein kleiner Junge, der zum ersten Mal fliegt. Der keine Scham hat, diese Angst im Bauch zuzugeben, als die Maschine abhebt. Der sich grinsend Horrorfilme anschaut und Zombieapokalypsen in Büchern zur grundständigen Lesebedingung macht. Der sich am Lächeln der Menschen um ihn mindestens so sehr erfreut, wie am eigenen. Gus weiß, wie kurz das Leben sein kann und vielleicht verhilft ihm genau dieses Wissen zu der Gabe, Momente so 100%ig aufzusaugen und auszukosten. „I´m in love with you“. Bumm. Ins kalte Wasser. Kein kleiner Zeh wird vorgestreckt um zu testen, welche Temperatur das Becken hat. Kein Blick über den Rand wird riskiert, um zu schauen, ob es vielleicht zu tief hinunter geht. Gus springt einfach. Weil er seinem Schwimmstil vertraut. Er hat Angst und Scham und ich glaube auch ein riesigen Haufen Panik vor dem Tod. Auch wenn er das nicht zugibt. Aber er hat keine Angst zu sagen, was er denkt, oder fühlt, oder das Wunder des Lebens zu feiern. 

Ich wünschte, wir wären alle ein wenig mehr Augustus Waters. 

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Egoist_in

Lifestyle

Wann genau, wann genau hab ich aufgehört zu genügen?
Nein, echt jetzt, erklär doch mal, wann ist das passiert?
Seit wann muss ich denn jemanden haben, um jemand zu sein? Ist denn mein Geist auf einmal, ohne dass ich es gemerkt hätte, geschrumpft? Und passt jetzt nicht mehr in meinen riesigen, blasigen Körper? Füllt ihn nicht mehr aus?

Warum reicht denn zum eigenen Glück das eigne Wesen nicht mehr aus? Ich kann doch denken, handeln, fühlen.
Kann Entscheidungen treffen und reden.
Mich auf eigenen Beinen ganz prima bewegen.
Kann Gedanken und Meinungen klar formulieren,
komplizierte Aufgaben sachlich kapieren
und mein Gehör- und Geruchssinn funktioniern wie geschmiert.

Ich kann doch selbst auch happy werden,
dein Hohn, der hilft nicht, mich zu erden
und dein gut gemeinter Ratschlag,
der macht ganz schnell ne Abfahrt,
wenn er nicht will, dass ich ihn mir zurechtbiege,
nach allen Regeln der Kunst interpretiere
und dahingehend perfektioniere,
dass er sich selbst nicht mehr versteht,
weil er dann in meinen Richtlinien geht.
In meinen Richtlinien vom Glück.

Da ist kein Platz für schwache Scherze,
über mein verkorkstes Herz.
Ich nehm dann bitte einmal Liebe
rot, heiß, dampfend – nur ohne den Schmerz.

Ja, vielleicht will ich Romantik.
Und  vielleicht gibts die nur im Buch.
Aber wer bist du, mir das zu sagen? Ich weiß eben, was ich will – und noch viel wichtiger, was nicht.

Wenn mich niemand inspiriert,
oder auch nur fasziniert,
nicht immer mal zum Lachen bringt
– oder nach richtigen Worten ringt;
Wenn jemand nicht mag, wie ich bin,
oder ausseh, oder kling,
dann passt er nicht zu meinem Geist,
und sicherlich nicht in mein Leben,
Entschuldigung – aber ich bin schon vergeben.


Bin wahnsinnig glücklich mit mir selbst.

Vielleicht macht mich das zum Egoist. Nun, dann bin ich stolz, ein Egoist zu sein!

 

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Feminismus(s) #1

Lifestyle

Ein lieber Leser hat mir vor nunmehr seehehr langer Zeit eine ausführliche E-mail geschrieben. Der Herr (ja, ein Mann) wollte wissen, wie ich persönlich zum Thema Girlpower stehe. Was das für mich ist, wo ich Grenzen sehe, Unterschiede/Gemeinsamkeiten zum Feminismus(s) und wie man überhaupt Girlpower als Lebensgefühl, wenn wir es mal so nennen wollen, im Alltag leben kann. Ich habe seitdem oft über die E-mail und das ganze Thema nachgedacht und es ist unmöglich, alles, was mir dazu durch den Kopf geht, in einen einzigen Blogpost zu packen. 

Ich interessiere mich sehr für die Themen Feminismus/Girlpower und auch die ganze Sexismusdebatte, die rund um das Thema losgetreten wurde. Als Hardcorefeministin würde ich mich aber trotzdem nicht bezeichnen. Ich finde es einfach wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns bewusst werde, wie wundervoll wir eigentlich sind. Das gilt natürlich für alle Menschen und weder Diskriminierung Männern noch Frauen gegenüber ist ok oder cool, aber ich muss ehrlich sagen, ich habe auch auf beiden Seiten nichts gegen eine gesunde (!) Portion Gender-Stolz!

Als „Einstieg“ in das Thema gibt es heute eine kleine Bildergalerie, die ich irgendwie ganz nebenbei in den letzten Wochen/Monaten auf Pinterest erstellt habe. 

Schaut es euch einfach durch, holt euch ein paar Inspirationen, es sind auch ein/zwei Bilder für die Herren der Schöpfung dabei (ihr seid auch ganz toll;) ). Ich glaube, das Wichtigste ist einfach, zu euch zu stehen, euch selbst zu lieben und anzunehmen (und nein – mir fällt das auch oftmals alles andere als leicht!) und eure Mitmenschen zu unterstützen und wertzuschätzen, wo ihr nur könnt. Einfach mal nem Fremden ein Kompliment machen und Menschen, die ihr lieb habt sowieso. 

Viel Spaß! 

Achso – mein persönliches Lieblingsbild? Vermutlich Hermine… 😉

https://www.pinterest.de/leni_bo/grlpwr/

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Ich kann nicht schlafen.

Lifestyle

Es fällt mir so schwer, einzuschlafen. Und wenn ich es doch einmal schaffe, dann wälze ich mich die ganze Nacht nur hin und her, träume blödsinnige, schöne Traumbildgedanken und weine fast, wenn ich aufwache, weil es nur ein Traum war und ich ihn zu spät in der Nacht erst gefunden habe. 

Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Oder doch – eigentlich schon. Aber das gestehe ich mir selber nicht ein. Kennst du das? Wenn du Angst hast, etwas, dass dir so lang schon im Kopf herumspukt laut auszusprechen? Die Gedanken sind klar, ganz strukturiert griffbereit, abrufbar und doch – wenn meine Zunge sie jetzt in Worte formt, sich um sie schlingt und meine Lippen sie flüstern, dann werden sie real. Egal wie leise. Und dann muss ich mich dem stellen. Und dazu bin ich nicht bereit. Werde es wohl nie sein. 

Und deshalb liege ich nachts wach. Ich habe Angst, ins Bett zu gehen – ich weiß doch, wie das läuft. Todmüde sinke ich auf mein Kissen. Dann schiebe ich mir einen Arm unter den Kopf und drehe mich auf die Seite. Schließe die Augen. Schlafen. Denke ich. Einfach schlafen. Komm schon. Aber nichts passiert. Da kommt kein Sandmann und kein Traumsand, keine Traumwelt und kein Traumstrand. Da kommt nur Leere. Schwarze Nacht. Und all die Gedanken, die ich tagsüber so erfolgreich verdränge. Weil ich die nicht will. Und Schäfchen kann ich nicht mehr zählen.

Wie kann das sein? Ich hab doch sonst keine Scheu, zu sagen, was ich denke, fühle, erlebe. Ich schreibe es auf, ich erzähle es dir und manchmal schreib ich einem Gedanken ein Lied. Aber das hier? Das ist anders. Irgendwie. Persönlich. So persönlich, dass ich es nicht einmal mit mir selbst besprechen mag. Ich kann es dir nicht sagen, weil ich Angst vor deiner Antwort habe. Dabei ists doch keine Frage. Nur eine bloße Feststellung. Aber ich kann nicht mehr reden. Mir fehln die Worte, ich hab die Worte nicht… Ich bin so müde. Aber ich kann nicht schlafen.

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Momentgedanken #1 Chaos im Kopf

Lifestyle

Er hat gesagt, er wüsste manchmal gern, wie es in meinem Kopf so aussieht. Nun mein Lieber, ziemlich genau so: 

Warum ist mir das auf einmal so wichtig, was du denkst? Warum?

Und jedes Mal, wenn ich mich bei dir anlehne, komme ich nach Hause.

Du bist schön – sagst du. Danke!, sage ich. Und nein, wir können nicht heiraten, du bist doch erst sieben. 

Wohin führt das?

Wie haben sie das ausgehalten? Wie konnten sie so leben? (nach dem Kinobesuch zu das schweigende Klassenzimmer)

20.August, schreibst du. 20.August, denke ich. Noch lange hin. Egal. Den restlichen Tag muss ich lächeln. 

Man kann mit dir echt gute Diskussionen führen, macht Spaß. Danke dafür! – Gerne!, sage ich, und freue mich tatsächlich über das Kompliment. 

Da fährst du wieder. Ich mag es nicht, wenn du fährst. 

Erdbeeren im April?? – du bist ganz entgeistert. Dann ess ich sie eben alleine. 

Ich hab dir einen guten Tipp gegeben. Und jetzt mache ich das genaue Gegenteil von dem, was ich dir geraten habe. Und frage mich, warum ich mich selbst betrüge? 

Warum mache ich den gleichen Fehler zweimal? Was stimmt nicht mit mir? Aber ich kann nicht anders. 

Bist du sicher, das wir uns erst eine Woche kennen?

Nein, ich gehe nicht mit ihm in den Zoo! Auf keinen Fall! – warum erzähl ich dir das überhaupt? 

Was heißt das? Was ist das hier? 

„Baby you should never be lonely. But Baby if your gonna be lonely – be lonely with me.“

Wohin?

Welche Superkraft hättest du gern? – Im Moment? Gedankenlesen.

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Die Sache mit der Gondel.

Lifestyle

„Ich hab so furchtbare Angst“, flüstere ich. „Brauchst du nicht.“ Du schaust mir fest in die Augen. „Hey“, du nimmst mich in den Arm, „Ich erzähl dir was, ok? Ich erzähl dir eine Geschichte. Das was dir gerade passiert, das ist wie die Sache mit der Gondel.“ „Welche Gondel“, blicke ich fragend zu dir hoch, bevor ich meinen Kopf wieder an deine Schulter lehne. Und dann beginnst du zu erzählen. 

„Ich war vorher noch nie in den Bergen. Noch nie, kannst du dir das vorstellen? Ich hab vergessen zu atmen, so schön war es, sie das erste Mal zu sehen. Die anderen beiden sind jeden Tag Ski gefahren. Aber ich nicht. Und dann bin ich zum Lift gegangen. Die andern waren schon vorgefahren und dann stand ich da. Vor dieser Gondel. Mit einem Haufen Angst im Bauch. Die Frau am Lift hat mich dann quasi reingeschubst, einfach so, wie man einem Kind das Schwimmen beibringt. Sie hat mich reingeschubst und die Tür zugemacht und dann saß ich da in meiner Gondel. Ganz allein. Nur ich und dieser große Haufen Angst in meinem Bauch. Und bin gefahren. Ich habe mir die ersten dreißig Sekunden gar nicht getraut, auszuatmen, so groß war diese Angst. Irgendwann sind wir über ein Bergplateau gefahren. Der erste gerade Boden unter mir. Immer noch ziemlich weit entfernt, aber ganz kurz nur ging es nicht nur bergauf. Da hab ich mir endlich getraut, auszuatmen. Ganz langsam erst, dann die ganze angestaute Luft in mir auf einmal. War gar nicht so schwer. Der nächste Anstieg, als es wieder nach oben ging, war dann schon deutlich leichter. Und irgendwann – es kam mir vor, als wäre eine Ewigkeit vergangen – bin ich oben angekommen. Ausgestiegen. Hatte wieder Boden unter den Füßen. So viel weiter oben als zuvor. So viel näher am Himmel. Und da habe ich tief Luft geholt und ein-und ausgeatmet, als müsste ich meinen Körper daran erinnern, wie das geht. Habe gemerkt, dass es sich gelohnt hat die Angst zu überwinden, die Sonne im Rücken gespürt und die Schneeflocken vor meiner Nase tanzen sehen. Und da wusste ich, dass es die ganze Angst wert war. Und das mir nichts passieren konnte.Die ganze Zeit nicht.“ Du schaust mich an, streichst mir kurz über die Haare. „Du sitzt in der Gondel Schatz.

Atme.“

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