Von Heimat und vom Frühjahrsblues

Allgemein, Lifestyle

Vor sieben Monaten bin ich umgezogen. Weg aus Dresden. Und ich wollte das. Ich wollte das wirklich unbedingt. Eine neue Stadt mein Zuhause nennen – mich heimisch fühlen. Heimatlich. Meine Wurzeln in ein unbekanntes Stück Asphalt schlagen und meine Großstadtblumenblätter woanders entfalten. Und verflucht noch eins, es ist ja auch nicht allzuweit entfernt von hier. Aber irgendwie fällt mir das schwerer als ich gedacht hatte.

Europa – wozu wählen?

Lifestyle, Politik

Am 26. Mai ist Europawahl – und so selten ich hier auf dem Block politisch werde, für so nötig halte ich es heute.
In letzter Zeit hört man bezüglich Europa in Deutschland vor allem Eines – jede Menge Kritik. „Europa abschaffen!“, „Die Möglichkeit eines Dexits in den Raum stellen!“, oder „Souveränitätsabgaben einschränken!“ lauten einige enttäuschte Forderungen.
Woran liegt es, dass wir uns scheinbar politisch derzeit weniger darum streiten,
wer uns vertritt, als vielmehr um die Existenz der zu besetzenden Institution selbst? Wofür brauchen wir Europa?

Essen. Schlafen. Glücklichsein.

Lifestyle

Es war still in letzter Zeit. Ein kleiner Ruhemoment hier auf dem Blog. Bei mir. Ganz privat. Da waren nicht viele Worte oder große Gesten. Nicht viel neue Gesichter oder Geschichten, die zu erzählen es sich gelohnt hätte. Da war eine ganze Weile nur Ruhe. Friedliche, frühlingshafte Stille. Wärme. Von der Sonne Ende Februar, die sich einen rinnsalgroßen Weg durch den März bahnte. Von leichten Decken und Bücherstunden auf Balkonen und den ersten weißen Ranunkeln in der Vase auf meinem Schreibtisch. Ich habe ein paar Wochen in meinem ganz persönlichen Vakuum verbracht. Und das Gefühl bekommen, dass das vielleicht doch geht – die Zeit anhalten. Einfach Pause drücken.

Von Frühlingsgefühlen im Februar und Schneeglöckchen

Lifestyle

Ich liebe dieses Gefühl – denke ich. Liebe diese ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, die freudigen Gesichter um mich her und die Leute, die im Park Fußball spielen. Auch wenn ich Fußball sonst nur zur WM mal gut finde. Dieses Gefühl, man könne heute eigentlich nichts falsch machen. Und leider auch auf keinen Fall arbeiten. Ich müsste was für die Uni tun. Müsste ich wirklich. Stattdessen sitze ich auf einer Parkbank, lasse die erste warme Frühlingssonne in mein viel zu blasses Gesicht scheinen und lächle, als mir von der Parkbank nebenan ein Geruch nach Amsterdam in die Nase steigt. Pause – denke ich. Und begutachte die zehn Politikbücher im Beutel neben mir. Pause. Podcast. Poesie.

Von guten Vorsätzen und Strukturpunkten

Lifestyle

Ich habe mir eigentlich nie groß Gedanken über Vorsätze zum neuen Jahr gemacht. In der zehnten Klasse hatte ich das erste Mal einen beschriebenen Post-it-Zettel in meinem Portemonnaie, zweimal gefalten, damit außer mir niemand sehen konnte, was drauf stand. Es waren dumme Vorsätze, aus heutiger Sicht. Einiges weiß ich schon gar nicht mehr. Ich wollte ein gutes Zeugnis für die Oberstufe, ich wollte mich mehr trauen, Dinge anzuziehen die mir gefielen. Damals hatte das seine Berechtigung. Aber eigentlich hat mir dieser Zettel nichts bedeutet. Und irgendwann nach wenigen Monaten habe ich ihn weggeschmissen.

14/10/18

Lifestyle

Heute war kein besonders guter Tag. Die Sonne scheint, der Herbst ist golden und warm, ich hatte frei und war spazieren und zum Mittag gab es Eiscreme. Heute war kein guter Tag. Ich habe bereichernde Unterhaltungen geführt und ein Glas selbstgemachte Erdbeermarmelade geschenkt bekommen. Heute war kein guter Tag. Ich hab es nicht geschafft zu lächeln. Wenn du nicht hier bist, nicht bei mir bist, dann gibt es wundervolle Tage. Und wundervolle schreckliche Tage. So wie heute. Wenn ich dein Bild nicht aus dem Kopf bekomme. Wenn ich deine Umarmung sosehr vermisse, dass es körperlich wehtut. Wenn ich deinen Geruch nicht in der Nase habe, deine Hand nicht in meiner, deinen Körper nicht neben mir beim Einschlafen. Heute war kein guter Tag. Wenn Vermissen uns dünnhäutig macht. Wenn man so sehr liebt, dass die Liebe sich in Wut verwandelt. Nicht auf dich. Nicht auf mich. Auf die Umstände. Auf die Distanz. Auf die lächerliche Gewissheit, sich wie ein Kind zu verhalten. Ist doch nicht mehr lang. Ich checke jeden Tag den Countdown auf meinem Handy, den ich am Tag deiner Abreise dort installiert habe. Jeden Morgen schaue ich hin. Auch wenn ich genau weiß, was dort stehen wird. Ein Tag weniger als gestern. Gestern war kein guter Tag. Mein Handy vibriert in meiner Hand. „Was gibts?“ – „Ich wollte nur kurz deine Stimme hören.“

Mein Zuhause ist kein Ort – das bist du. – Fynn Kliemann

Leni-2

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