Halb zwei

Allgemein, Gedanken

Es ist halb zwei Uhr nachts. Ich liege im Bett und kann nicht schlafen. Mir geistern Zeilen durch den Kopf, einzelne Worte, Gedankenstücke wie kleine flüchtige Erinnerungen, die man nur ganz schwer zu fassen bekommt. Und plötzlich habe ich das Bedürfnis zu schreiben. Auch wenn ich nicht so richtig weiß, worüber. Vielleicht muss ich nur das Ventil mal wieder aufschrauben, ein paar Buchstaben ins digitale Denkarium fließen lassen, denke ich.

Eigentlich bin ich am kreativsten, wenn mich etwas bedrückt. Wenn es mir nicht gut geht. Aber auch wieder nicht so schlecht, als dass man es nicht im Internet-Orbit preisgeben könnte. Vielleicht habe ich im letzten Jahr deshalb so wenig geschrieben, denke ich. Vielleicht. Weil sich alles so richtig anfühlt gerade. So unendlich richtig. Ich habe endlich einen Ort, den ich zuhause nennen kann – mein Zuhause. In das ich abends nach der Uni gern komme, in dem ich gern bin und in dem das erste Mal in meinem Leben Pflanzen stehen, die ich hoffentlich ausnahmsweise nicht umbringe (da fällt mir ein ich sollte sie dringend gießen). Mein Leben floss das letzte Jahr so vor sich hin. Und ich bin glücklich. So richtig glücklich. Und dankbar. Jeden Tag. Es kommt mir unwirklich vor, so viel Glück zu haben. Mit den Menschen in meinem Leben. Damit, etwas gefunden zu haben das mich erfüllt, das mich ordnet. Das vergangene Jahr hat mich aufgeräumt. Hat mich zusammengepuzzelt. Ein bisschen. Hat mich zum Lachen gebracht. Und wenn ich Tränen vergoss war jemand da, der mir half sie zu trocknen. Ich habe unfassbar viel Glück gerade. Und es kommt mir merkwürdig vor, dass ausgerechnet das Schreiben darunter leidet. Mein kleines Kästchen, in das ich alles stecke, was mir passiert. Das ich aufheben möchte. Konservieren. Eine Weile. Oder für immer. Es ist nicht so, dass ich nicht geschrieben hätte in diesen letzten Monaten. Nur nie was Ganzes. Nie was Rundes. Und ich glaube, dass das in Ordnung ist. Ich hatte nicht viel zu sagen. Und hab es vielleicht immer noch nicht. Außer eines: Danke! In allen Höhen und Tiefen, der Trauer und dem Neubeginn, den schweren Zeiten und den Glückskeksmomenten war dieses Jahr ziemlich gut zu mir! Und ich bin dankbar dafür. Mehr als ich sagen oder schreiben kann. Und ich bin dankbar, dass du das hier liest. Weil ich dann ein bisschen Glück mit dir teilen kann. Und ein bisschen Text. Danke! Auf ein großartiges 2020 und ein spannendes, aufregendes, neues Jahrzent voller Höhepunkte und Tiefschläge, Glücksgefühle, Politik, Rezepte und ein bisschen Poesie.

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