Von guten Vorsätzen und Strukturpunkten

Lifestyle

Ich habe mir eigentlich nie groß Gedanken über Vorsätze zum neuen Jahr gemacht. In der zehnten Klasse hatte ich das erste Mal einen beschriebenen Post-it-Zettel in meinem Portemonnaie, zweimal gefalten, damit außer mir niemand sehen konnte, was drauf stand. Es waren dumme Vorsätze, aus heutiger Sicht. Einiges weiß ich schon gar nicht mehr. Ich wollte ein gutes Zeugnis für die Oberstufe, ich wollte mich mehr trauen, Dinge anzuziehen die mir gefielen. Damals hatte das seine Berechtigung. Aber eigentlich hat mir dieser Zettel nichts bedeutet. Und irgendwann nach wenigen Monaten habe ich ihn weggeschmissen.


Vorsätze sind doch quatsch! Wenn man wirklich etwas ändern will, kann man das tun wann immer man will!! Dazu habe ich sogar voller Überzeugung einen Blogpost geschrieben (den findest du hier). Die letzten beiden Jahre habe ich mir wieder einen kleinen blauen Zettel ins Portemonnaie gelegt. In der Mitte stand „glücklich“ und drumherum habe ich Spiralen und Blumen gemalt. Ich wollte mich daran erinnern, Entscheidungen danach zu fällen, ob sie mich glücklich machen. Nicht, ob jemand von mir erwartet so zu handeln, oder irgendetwas anderes. Einfach nur, ob es mich glücklich macht. Ich habe mir diese Frage in den letzten beiden Jahren oft vor Entscheidungen gestellt. Es hilft, mutig zu sein. Chancen zu leben. Auf sich selbst zu hören. Höre ich hiermit auf und beginne stattdessen ein Studium? Küsse ich ihn jetzt? Bleibe ich in Dresden, oder ziehe ich weg? Lasse ich mich auf diese Beziehung ein? Führe ich den Blog weiter? Ein einfacher kleiner Zettel. Weniger ein Vorsatz, mehr eine Art reminder. Ein kleiner wake-up-call hier und da. Für mich hat das gut funktioniert.
Aber nun denke ich seit einigen Wochen immer wieder über Vorsätze nach. Ziele. Träume. Wünsche. Was will ich in diesem neuen Jahr? Und irgendwie verspüre ich das erste Mal das Bedürfnis, mir eine Liste zu machen. Ich will keine Vorsätze. Nichts in Zement gegossenes. Kein Damoklesschwert, das bedrohlich und einschüchternd das komplette Jahr über mir schwebt. Aber ich denke ich brauche ein paar Strukturpunkte. Ein paar kleine
reminder für mein gutes Bauchgefühl. Also hier meine Liste:
Ich möchte achtsamer sein 2019. Ich möchte versuchen, nicht nur zu leben, sondern ganz bewusst zu erleben und aktiv zu gestalten.
Ich möchte mir Zeit nehmen. Zeit zum Wohlfühlen. Für gute Bücher, schöne Spaziergänge, für verkuschelte Sonntage ohne mich dann zu ärgern, dass nichts geworden ist. Für Sport und Yoga und zum Putzen. Zum unter der Dusche singen. Und zum Schreiben.
Und Ich möchte dankbar sein. Für die Dinge, die ich habe. Für die wundervollen Freunde, den grandiosen Partner, die liebevollen Eltern, die ins-Herz-geschlossene Mitbewohnerin und all die Möglichkeiten, die ich habe. Für die Welt, die mir offen steht und für jeden Tag, der mir geschenkt wird. (Auch wenn das nicht immer leicht ist bei mitunter mittelspannenden Seminaren oder bevorstehenden Klausuren. Es gibt keinen Tag an dem nicht irgendetwas Gutes geschieht, ich werde versuchen mich demnächst öfter daran zu erinnern. Fest versprochen!)
Das sind meine Punkte. Meine Jahresrichtlinien. Der Konsens der zwanzig beschmierten Krakelei-Gedanken-Blätter der letzten Tage zu diesem Thema.
Falls ihr auch Vorsätze habt, Strukturpunkte, Richtlinien, Kleine Reminder oder wie auch immer ihr es nennt, schreibt mir gern davon, ich lese so gern von euch und freu mich über jede E-mail und noch mehr über Kommentare, weil die dann alle lesen und sich Inspiration holen können. In diesem Sinne,

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