Ich bin wie eine Schnecke.

Lifestyle

Ich bin wie eine Schnecke, 

ganz klein und eingerollt in einem dünn-soliden Haus. 

Ich schaue manchmal zaghaft und ein bisschen schüchtern hinaus, 

versuche abzutasten, was sich mir zeigt im Sonnenschein, 

doch stoßen meine Fühler an, zieh ich mich zurück in mein Heim. 

Ich fühl mich hier drin sicher, hier kenn ich mich aus, bin ganz Schnecke, 

doch wage ich mich auf unbekanntes Terrain, 

hab ich Angst, bin unsicher und verstecke

mich doch wieder. 

Ich bin wie ein kleiner Fisch, 

den die Großen ganz oft überseh´n, 

der fast unsichtbar und glücklich im Wasser schwirrt, 

für den die Angler sich nicht interessiern. 

Ich schwimme durch kühle H2O-Moleküle und lebe hinein in den Tag, 

ich hab nur ein Kurzzeitgedächtnis und denk nicht drüber nach, wer mich mag. 

Ich bin wie ein Entenbaby. 

Ich schnattere froh, häng an Mamas Federkleid, 

und das geht wohl nicht bis in alle Ewigkeit, 

doch was ich heute nicht weiß, macht mein Herzlein nicht schwer. 

Ich bin wie eine Ameise, 

ich zapple und laufe und reise

umher durch die Welt, und wo´s mir gefällt, halt ich an. 

Ich bin strebsam, ich mache und schufte und tu, 

und ich komm nicht zur Ruh, 

eh der Winter nicht kommt und meine Pause beginnt. 

Ich bin wie eine Elefantenkuh, 

manchmal groß und behäbig, 

manchmal gemütlich und schläfrig, 

und manchmal einfach nur ich. 

Ich hab eine Haut, die so dick ist wie Stahl, doch eigentlich ganz butterweich. 

Sie ist zart und ich feinfühlig, 

runzlig und feingliedrig, 

ich bin wie ein Schiff im Meer. 

Ich bin wie das Segel im Wind, 

das stetig hin und her schwingt, 

an dem ablesbar ist, wies ums Wetter grad steht, 

ob die Erde sich immer noch gleichmäßig dreht,

und das die Richtung zeigt, in die das Schiff fährt. 

Ich bin wie der sandige Boden, 

in den der Anker einschlägt am Ziel. 

Ich halt ihn gut fest, auf mich ist Verlass, 

jedes Sandkorn meiner Masse gibt gut darauf Acht, 

dass das Schiff sicher ankert im Hafen. 

Ich bin wie eine Taube, 

ich gebe niemals ruh. 

Ich bin zuweil penetrant, zuweilen galant, 

geb mich gern trotzig in federnden Schrittchen. 

Ich bin niemals still und einfach weil ich es will, 

sing ich die ganze herrliche Nacht. 

Ich bin wie ein Uhu im Wald, 

und nachts wird es dunkel und kalt um mich her, 

ich sitze ganz ruhig und sträube mich sehr, 

jetzt schon schlafen zu gehn, ich will die Sterne noch sehn. 

Aber eigentlich bin ich ein Seestern,

ich beobachte die Welt vom Grund. 

Ich seh all die Fische und Vögel da oben, 

ich bin ganz still und während Gezeiten noch toben, 

lieg ich im Wasser und analysiere. 

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