MÄRZ

Lifestyle

Irgendwie ist der März nur so an mir vorbeigerauscht. Wie Bäume am Rand einer viel zu schnell befahrenen Autobahn. Ich habe die Stirn an die Scheibe gepresst und so sind die Baumkronen zu einer einzigen grünen Schliere verzogen. Ich werde trotzdem versuchen, 

es ein bisschen auseinanderzuklamüsern. Frohes Lesen 🙂

Gesehen … Es war Humorzone in Dresden. Und im Rahmen dieser Tage habe ich endlich meine absolute Lieblings Comedy-Sendung einmal live miterlebt. Night Wash! Und ich habe Tränen gelacht! Was für ein wundervoller Abend! Und ganz viel schöne, moderne Kunst in Berlin:)

Ich halte die Bionade fest umklammert. Ich kann jetzt auf keinen Fall trinken, denke ich. Keine Chance. Er macht einen Witz und ich schau zu dir rüber. Wir blicken uns ganz kurz an und dann muss ich noch heftiger lachen, als das zuhause vor dem Fernseher der Fall ist. Weil ich das hier mit euch teilen kann. Weil unser Lachen sich potenziert, wenn wir zusammen sind. 

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Gedacht … Was will ich? Will ich das? Was willst du? Was denkst du? … und dann zum ersten Mal nicht mehr an dich. Endlich einmal nicht an dich. Sondern nur noch an mich. Und an heute, nicht an gestern.

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Außerdem gedacht … Du kennst mich doch gar nicht. Weißt nicht wer ich, wie ich bin. Also warum denkst du, es wäre ok meine Worte, meine Handlungen zu bewerten? Du hast keine Ahnung, wie es in mir aussieht! Was ich denke, was ich fühle. Ich zeig dir einen Bruchteil.

Ich bin kein Modemensch & keine Zuckerpuppe
Ich bin auch kein offenes Buch,
Eher ne Eisbergkuppe.
Du siehst mich nur ein Siebtel
Für den Rest musst du tiefer tauchen…

Gemacht … Bilder und Schnappschüsse mit ihrer manuellen alten Kamera. Mit schwarz-weißem Film und Batterien und ein bisschen verdientem Stolz. Und jeder Menge Spaß.

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Gefunden … Auf der Buchmesse in Leipzig habe ich eine wunderschöne Antiquariatsausgabe mit meinen liebsten Gedichten aus den fleurs du mal von Charles Baudelaire auf Französisch gefunden. 

Ein wunderschöner sonnengelber Einband. Winzig kleine Ornamente darauf. Das Buch ist dünn, aber meine Schlüssellieben finden sich dennoch darin. Es duftet alt. Nach tausend Geschichten, zerblätterten Seiten und nach weisen Ideen. Es hat jemand hineingeschrieben. Mit Bleistift hat jemand hineingeschrieben. Ideen, Übersetzungen, Anmerkungen. Streitgespräche mit dem Autor. Ich grinse. Und zücke meinen Bleistift. Schreibe Antworten auf die Fragen eines Unbekannten.

Gelesen … habe ich Leere Herzen von Juli Zeh. Wahnsinnig gut! Und ich würde niemals sagen, jemand muss etwas gelesen haben, aber das musst du gelesen haben

Deutschland in naher Zukunft. „Ist es moralisch vertretbar, wenn ich es kommerzialisiere?“
Grundeinkommen. Kaum noch
Terror. Putin und Trump beenden den Syrienkonflikt. Sicherheit. Aber auch :
Politikverdrossenheit. Gleichgültigkeit gegenüber dem, was in der Welt passiert. Mittelmaß als Religion. Randgruppenghettoisierung.
„Warum bist du glücklich“, frage ich sie. „Weil ich es genieße, dass mich so vieles in der Welt einfach einen Scheiß angeht.“
Mein Haus, mein Mann, mein Kind. Besorgte Bürger an der Macht. Selbstmord als letzter Ausweg aus dem tristen Alltagsgrau. Die Brücke schlägt Profit aus deinem Tod. Britta liebt Beton. Glatt, unpersönlich. Mittelmäßig. Mittelmäßigkeit ist gut. Mittelmäßigkeit macht glücklich. Oder?

Gehört … wie immer viel die Besten Freundinnen , den Podcast von Max und Jakob auf Spotify. Ich hör den Jungs einfach gern beim Quatschen zu. Ich würde auch öfters gern dazwischen grätschen und einfach laut durch die Leitung rufen: „NEIN! So was denken wir Frauen absolut nicht! So funktionieren wir nicht! Was für ein Schwachsinn!“ Aber wirklich erfrischend ehrlich und niedlich, wie die beiden über die Welt (und die Liebe) erzählen und wie sie sie wahrnehmen. Und alles von den Twenty One Pilots, das ich auf Spotify finden konnte. 

„Metaphorically I’m the man, but literally I don’t know that Dude.“ „I always said I want to die before I’m old. But since I know you I may think about it again.“

Gewünscht … das der Frühling endlich kommt!! Ich möchte einfach unbedingt die Winterjacke in den Schrank verbannen, Blusen und Chucks wieder rausholen und bei 15 Grad und Sonne spazieren gehen. Ich hab im März tatsächlich jedes Mal richtig schlechte Laune gekriegt, wenn ich früh aus dem Fenster geschaut habe und es hatte wieder geschneit… Frühling? Bitte? Aber jetzt wird es ja endlich 😉

Der Morgen ist grau und kalt. Schon wieder grau und kalt. Die Sonne lässt sich von Wolken zum Schutz vor den eisigen Temperaturen zudecken. Und ich könnte heulen. Schon wieder Schnee. Ich finde diese Winterlandschaft nicht mehr schön oder idyllisch. I don´t wanna built a snowman und ich will auch keinen Schneeball mehr an den Kopf kriegen.
Und dann geh ich spazieren. Am ersten sonnigen Samstagnachmittag. Sauge Vitamin D in meinen Körper wie ein ausgehungerter Vampir. Und entdecke ein paar Schneeglöckchen. ‚Vielleicht wird ja doch noch Frühling dieses Jahr‘, denke ich lächelnd.

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Gefreut … auf meinen kleinen aber feinen Osterurlaub. Ein paar Tage mit der besten Freundin ausspannen, Hauptstadt – und Ostseeluft schnuppern und Zeit zu zweit genießen. 

Der Schnee bedeckt Teile des Strandes. So viel davon gab es hier seit 50 Jahren nicht mehr, sagen sie. Ich ziehe Schal Nummer drei fester um den Hals und dann ganz kurz die Handschuhe aus, um ein Foto von dir, dem Meer, dem Strand und dem Schnee zu machen. Wir spazieren und reden, essen Pizza, gehen saunieren und irgendwie – zählt der Rest der Welt nicht mehr. Ist egal. Fort getragen von den Wolken, dem Wind und den wirbelnden Flocken um uns her.

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Gefühlt … Freude und Zweifel, Halsschmerzen und Kopfweh, Lachblasen und Rhytmusblut, Winterkälte und Regen im Herz. Verbunden- und Zerrissenheit. Selbstzweifel und Selbstzufriedenheit und viel zu viel Stress. Und zu wenig Sonnenstrahlen. Und Traurigkeit. 

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Gelernt … dass ich auf meinen Körper hören sollte. Und auf die kleinen Signale, die er mir gibt. Weil er, wenn ich keine Pause mache, die Reißleine für mich zieht. Und dass niemand auf jeder Hochzeit tanzen kann. Und dass wir alles schaffen können. Und dass mein Herz und mein Bauch die Richtung ganz gut kennen und es manchmal besser ist, den Kopf auszuschalten. 

In einem Wort … abgehakt.

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