Lesemonat Januar. Lauren Weisberger, Ken Follett, Cora Carmack und mehr

Bücher&Filme

Ich war fast den kompletten Januar krank. Den einzigen Vorteil, den das hatte war, dass ich extrem viel Zeit mit Lesen verbracht habe und mich so mal wieder längere Zeit in komplett fremde Welten verlieren konnte. Ich liebe es, zu lesen, finde aber im Normalfall viel zu wenig Zeit dafür.

Und im Januar habe ich so viel gelesen, wie im vergangenen halben Jahr nicht mehr. Deshalb gibt es heute, etwas verspätet, mal wieder einen Lesemonat. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei 🙂

Lauren Weisberger – Ein Ring von Tiffany

In „Ein Ring von Tiffany“ geht es um Adriana, Emmy und Leigh. Drei Frauen Ende zwanzig in New York. So verschieden sie auch sind, die drei sind seit Studienzeiten beste Freundinnen. Und alle haben eine große Baustelle. Also schließen sie einen Pakt – eine Art Wette, die es innerhalb eines Jahres einzulösen gilt. Adriana, die bisher nur zwanglose Affären eingegangen ist, möchte sich endlich verloben. Emmy hingegen will sich endlich aus ihrer Monogam-starre lösen, in der sie jeden Mann als potenziellen Vater ihrer Kinder betrachtet. Leigh schein alles zu haben – aber will sie überhaupt dieses Bilderbuchleben? Machen Märchen denn irgendwen glücklich?

Lauren Weisberger, Autorin von „Der Teufel trägt Prada“, bringt mich mit ihrem locker-leichten Schreibstil und ihrer witzigen Art nicht nur immer wieder zum Schmunzeln, sondern gibt mir auch regelmäßig das Gefühl, mich in einer Sex and the City – Welt zu verlieren. Es ist natürlich kein besonders schwieriger oder anspruchsvoller Lesestoff, aber mir macht es jedes Mal aufs Neue großen Spaß, ihre Bücher zu lesen. Absolut empfehlenswert für jeden, der „Sex and the City“ oder „Der Teufel trägt Prada“ genossen hat.

5/5 Sterne , im Genre ebenfalls 5/5 Sterne

Cora Carmack – Losing it

Im Buch geht es um Bliss, eine Theaterstudentin im letzten College-Jahr. Sie möchte unbedingt ihre Jungfräulichkeit loswerden und trifft, einen Abend vor Beginn des letzten Semesters Garrick in einer Bar, einen süßen Engländer. Die beiden verschwinden in ihre Wohnung, doch kurz bevor es ernst wird, kneift Bliss und verschwindet unter einem Vorwand. Als sie am nächsten Morgen zur Uni kommt – Überraschung! (nicht) – ist er ihr neuer Dozent. Klassische Geschichte verbotener Liebe, aus der man meiner Meinung nach wirklich etwas hätte machen können. Die Betonung liegt hier auf dem Konjunktiv!

Von diesem Buch war ich wirklich unglaublich enttäuscht! Ich hatte Lust auf was aus der Kategorie „New Adult“ bzw. „Contemporary Romance“ und wo immer ich mich informiert habe, wurde Cora Carmack empfohlen und als DER Hero des Genres gelobt. Ich musste mich wirklich zwingen, hier nicht nach dreißig Seiten aufzugeben! Unglaublich platte Charaktere, selbst die unmittelbaren Protagonisten entwickeln im Laufe des Buches keine Tiefe. Die Handlung ist vorhersehbar, der Schreibstil langweilig und selbst emotionale Szenen machen nicht wirklich Lust zum Weiterlesen. Eine große Enttäuschung! Absolute Ent-fehlung!

0/5 Sternen , im Genre immerhin noch 1/5 Sternen

Ken Follett – Winter der Welt

Das zweite Buch der Jahrhunderttrilogie spielt im zweiten Weltkrieg. Die Charaktere der verschiedenen Länder durchleben eine wahnsinnig schwere Zeit, die im Buch spannend und authentisch aufgearbeitet und vermittelt wird. Ich habe viel über das weltpolitische Geschehen der damaligen Zeit gelernt, auch wenn es natürlich ein Roman ist und die Charaktere dementsprechend fiktiv, stehen sie repräsentativ für Menschen, die es so oder so ähnlich zu dieser Zeit gab. Aufständische Untergrundkämpfer, die versuchen, den Nationalsozialismus as Deutschland zu vertreiben beispielsweise.

Ich liebe es, die dicken Bücher Ken Folletts zu verschlingen. Ich lerne immer noch etwas Neues über Geschichte und gleichzeitig kann ich mich mit Charakteren identifizieren und sie durch ihr Leben begleiten. In „Winter der Welt“ begleiten wir die Kinder der Protagonisten des ersten Teils, im dritten (den ich auch schon zur Hälfte durch habe) ihre Enkelkinder. So zieht sich ein roter Faden durch die gesamte Buchreihe.

5/5 Sternen, im Genre 5/5 Sternen

Colleen Hoover – Nur noch ein einziges Mal

Hierzu habe ich einen gesonderten Blogpost als Buchrezension verfasst. Den findest du in der Kategorie „Bücher & Filme“. Ich wollte das Buch nur der Vollständigkeit halber hier mit aufzählen.

Sophie Mas, Audrey Diwan, Caroline de Maigret, Anne Berest – How to be Parisian wherever you are

Vier waschechte Pariserinnen erzählen von der Liebe, dem Stil, und einem Lebensgefühl, das Frauen auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten versuchen, einzufangen. Ein etwas anderer „Ratgeber“, wobei das hier eigentlich das falsche Wort ist, wie man sich das Pariser Lebensgefühl, den Stil, das Auge für Kleinigkeiten und Besonderheiten und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein an der Grenze zur liebevollen Arroganz nach Hause holen kann.

Ich habe dieses Buch so oft in Social Media kursieren sehen, dass es vermutlich als klassischer Fall von „Instagram made me buy it“ gewertet werden kann. Das meine ich gar nicht abwertend. Im Gegenteil! Ich habe das Buch Stück für Stück abends vorm Einschlafen gelesen und konnte nach meinem Auslandsjahr in Frankreich viele Dinge, die im Buch beschrieben wurden, nachvollziehen und wiedererkennen. Ein sehr schönes „nebenbei“-Buch. Tolle Bilder und sehr locker-leichter Schreibstil mit vielen hier und da eingeschobenen Tipps, Rezepten und den fünfzehn „wichtigsten“ Vokabeln. Mit einem Augenzwinkern zu lesen, aber ich kann das Buch jedem nur empfehlen.

5/5 Sternen für mich, das Genre kann ich leider nur schlecht einschätzen, daher entfällt diese Bewertung hier 😉

Natürlich sind alle Bewertungen rein subjektiv und nach meinem eigenen Empfinden gegeben. Lasst mir gern eure Leseempfehlungen in den Kommentaren da, ich lese als Nächstes „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett zu Ende und danach lacht mich schon „Leere Herzen“ von Juli Zeh an. Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf!

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4 Gedanken zu “Lesemonat Januar. Lauren Weisberger, Ken Follett, Cora Carmack und mehr

    1. Liebe Kunterbunt,
      Wenn du was leichtes zum Einschlafen willst, kann ich dir das Buch „How to be parisian wherever you are“ ans Herz legen. Das ist sehr dankbar, weil es keine richtige Geschichte in dem Sinne gibt, also ist es fast egal, wann du es zur Hand nimmst und wie oft du dazu kommst. Und trotzdem hat man das schöne Gefühl, endlich mal wieder ein Buch in der Hand zu haben.
      Alles Liebe,
      Leni:)

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    1. Liebe Julia,
      Das freut mich natürlich! Ich habe gerade ein zweites Ihrer Bücher verschlungen und befinde mich nun im dritten 😉 Oh ja und Sex and the city bleibt wohl die beste Serie der neunziger Jahre.
      Alles Liebe und viel Vergnügen beim Lesen,
      Leni.

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